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shopstyle Ausgabe 5/2013

Modehaus Garhammer,shopFACT Waldkirchen Leuchtturm für den Einzelhandel Rund 72 Kilometer reisen Kunden und Branchenvertreter im Schnitt nach Waldkirchen, um bei Garhammer einzukaufen oder sich für den eigenen Laden inspirieren zu lassen. Bislang betrug die Aufenthaltsdauer rund vier Stunden. Mit dem jüngsten Um- und Zubau durch Blocher Blocher Partners wird das Modehaus an der niederbayrisch-tschechischen Grenze nun noch attraktiver und festigt seinen Status als „Leuchtturm“ mit starker Strahlkraft für den internationalen Einzelhandel. Das Modehaus Garhammer besteht seit 32 117 Jahren. 2006 wurde zuletzt ein umfassendes Refurbishment vorgenommen. 2013 präsentiert sich das Haus nun noch größer, moderner und mit weiteren Highlights. In drei Bauabschnitten wurde die Immobilie behutsam vergrößert, im Bestand verdichtet – und nach Norden um einen rund 2500 m2 großen Neubau erweitert, der über verschiedene gläserne Skyways an den Altbau andockt. Nach 15 Monaten Bauzeit – bei laufendem Betrieb – stehen den Kunden seit September 2013 nun 9.000 m2 Verkaufsfläche auf vier Etagen zur Verfügung. Das Sortiment wurde ausgeweitet, neue Marken, v.a. aus dem Premium-Segment, hielten Einzug. Im Neubau sorgt passend dazu der stylische Gastronomiebetrieb „Johanns“ mit haubenverdächtiger Küche, gut sortiertem Weinkeller, Lounge und Dachterrasse für kulinarische Premium-Qualität. Pendant zur A ltstadt Wegen der abschüssigen Topografie von Waldkirchens Innenstadt folgt das Raumprogramm den natürlichen Gegebenheiten des Grundstücks. Nach dem Prinzip der Split-Level-Bauweise sind eine Vielzahl versetzt zueinander angeordnete Ebenen entstanden, die durch die zahlreichen Blickbeziehungen die Orientierung im Haus erleichtern. In Form der abwechslungsreichen, da und dort verzweigten Innenraumgestaltung findet gleichsam auch die unter Ensembleschutz stehende Altstadt mit ihren Plätzen, Gassen und Treppen ihr Pendant. Alt und Neu stehen versöhnlich nebeneinander und bereichern sich gegenseitig. Die Giebel und Gebäudekanten des Neubaus und verschieden große Fensterelemente nehmen die Typologie der Nachbarbebauung auf. Mit zahlreichen Ein-, Aus- und Durchgängen öffnen sich die einzelnen Erschließungsflächen zum Stadtraum und führen mit unterschiedlichen Raumhöhen, den verschiedenen Lufträumen und Verkauflevels zu differenzierten Erlebniswelten. Neben der anspruchsvollen Geländesituation waren die Strukturierung der Abteilungen, ihre Lesbarkeit und die möglichst reibungslose Interaktion zwischen den Verkaufsbereichen die größten Herausforderungen. Neben den obligaten Treppenhäusern und Aufzügen ver- Fotos: Fabian Aurel Hild für BBP knüpft eine abwechslungsreiche Treppe als zentrales Verbindungselement die einzelnen Ebenen und wechselt dabei vom einfachen Steg zur mehrfach geknickten oder sanft geschwungenen Treppe oder sorgt als Skyway für den bequemen Übergang von Alt zu Neu.


shopstyle Ausgabe 5/2013
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