Page 8

shopstyle 413

shopstyle ACSC Kongress Fotos: K. Schiffl / www.leadersnet.at Retail in der Smart City Die Stadt kann ohne Handel nicht leben, erklärte ACSC Obmann Dr. Stephan Mayer-Heinisch zur Eröffnung des diesjährigen ACSC-Kongresses „Smart Cities“ am 2. Oktober 2013 im Wiener Haus der Industrie. Das haben an die hundert Städte in Österreich in den letzten Jahren am eigenen Leib erfahren. Mit der Abwanderung der Wirtschaft, schwanden auch die Lebensqualität und damit die Bevölkerung. Wie Städte wachsen, warum manche Stadtentwicklungspläne 8 scheiterten und was Städte heute brauchen, erläuterten anschließend Wirtschaftsjournalist Ronald Barazon und Architekt Vittorio Lampugnani aus architekturhistorischer Sicht. Wie hier erfolgreich entgegen gewirkt werden kann, zeigten danach ehrgeizige Projekte wie das Citymanagement Leoben oder das ROS-Projekt Bad Münstereifel nahe Köln. Und im abschließenden Wrap Up antworteten der Leobener Bürgermeister Dr. Matthias Konrad, DI Claudia Nutz (Seestadt Aspern), Mag. Marcus Wild (SES) und Mag. Thomas Reichenauer (ROS) gemeinsam mit dem Architekten Univ. Prof. Dr. Vittorio Lampugnani und Univ. Prof. DI Christoph Achammer (ATP) auf die Fragen von Moderator Ronald Barazon zu den Voraussetzungen für eine Smart City. Wie Städte wachsen Früher, so Ronald Barazon, bestanden Städte aus einem großen Platz oder einer überdachten Basilika als zentralem Treffpunkt, umrundet von Geschäften und anschließenden Wohnvierteln. In organisch gewachsenen Städten, wie sie auch der Österreicher Camillo Sitte plante, konnte man von einem funktionalen Ort zum nächsten flanieren, gerade so wie einen das Auge führte. Spätere Stadtplaner wie Le Corbusier bevorzugten an Stelle der ge- wachsenen Wegeführung moderne, gerade Linien, die dem Blick allerdings keinen Halt boten, und Frank Lloyd Wright empfahl, im Zeitalter des Autos Wohnviertel an den Stadtrand zu verlegen, bedachte aber nicht, dass damit auch der Stau vorprogrammiert war. Eine erste zukunftsweisende Smart City mit hoher Lebensqualität konnte bald darauf der schottische Biologe Patrick Gaddes in Tel Aviv umsetzen, mit zentralen Einkaufs- und umgebenden Wohnstraßen, einer abwechslungsreichen, gebogenen Wegeführung und ausreichend Grünflächen zwischen den Wohneinheiten. Größere Städte sollten dann wie eine ROS Projekt Bad Münstereifel


shopstyle 413
To see the actual publication please follow the link above